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Dienstag, 10. Dezember 2013

Portugal: Algarve

So meine Lieben!
Eigentlich hatte ich ja vor den ganzen Urlaub in einem Post unterzubringen, aber ich glaube ich habe euch im ersten Teil bereits fast mit all den Bildern erschlagen.
(siehe http://jodie30o.blogspot.de/2013/05/portugal.html)

Ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Und eins ist ja auch wirklich schöner als das andere. Ich habe wirklich viel erlebt. Also kommt hier jetzt die Fortsetzung meines Portugal-Posts mit dem Teil über die Algarve.

Viel Spaß!

Mit dem Zug sind wir von Porto aus nach Faro gefahren. Das hat 6 Stunden gedauert, aber wir dachten es ist besser als Fliegen, auf diese Weise bekommt man vielleicht doch noch bisschen mehr vom Land mit. Der Rückflug hat insgesamt 30€ gekostet und keine Stunde gedauert, die Zugfahrt jedoch 90€. Der Verkäufer in Porto fand es total toll dass wir aus Deutschland kamen, er hat nämlich mal bei der Deutschen Bahn gearbeitet. Deshalb war er so ein bisschen am herumflirten und hat uns dabei anscheinend den falschen Zug gebucht. Super -.-
Das haben wir aber erst kurz vor Lissabon bemerkt. Das Zugfahren war schrecklich! Ich dachte Portugiesen wären ein bisschen offener, Südländer eben - aber sie sind ja deutscher als deutsch! Total spießig und verbiestert!!! In jedem Zug egal wie weit er fährt, also auch auf 9km-Strecken etc., bekommt jeder auf seiner Fahrkarte einen Sitzplatz zugewiesen. Das wussten wir nicht und als wir darauf hingewiesen wurden, haben wir unsere Sitzplätze erstmal nicht gefunden... Zwar war der ganze Zug ziemlich leer, doch das ist egal - ,das ist mein Sitzplatz' und statt sich auf irgendeinen der 10 freien Sitzplätze drumherum zu setzen, musste jeder genau auf seinem sitzen. Selbst so ein junges Mädchen das kam, wo ich dachte die ist ja jetzt wohl nicht so kleinlich, zeigte ihre Fahrkarte und wollte dann auf ihren Sitzplatz. Selbst bei der Sitzbank - ,Platz Nr. 23 ist aber mir' und dann musste man eins weiter auf Platz Nr.24 rücken... Mein Gott... Sowas erwartet man in Deutschland!
Jedenfalls hatten wir dann unsere Sitzplätze endlich gefunden, bis dann wieder so eine alte Portugiesin kam und ihr Ticket zeigte, wir sollen aufstehen, es wär ihr Platz. Dann haben wir unser Ticket gezeigt, auf dem die selbe Platznummer stand. Daraufhin war ein Affentheater. Die Frau ist total ausgerastet, sodass wir dann aufgestanden sind und gesagt haben sie soll sich ruhig setzen. Dann kam aber eine andere alte portugiesische Frau, die das alles mitbekommen hatte und anscheinend mal eine Rebellin werden wollte und zu uns meinte wir müssen uns jetzt sofort wieder hinsetzen, dass wären unsere Plätze und Portugiesen wären so bekloppt! Dann wollte die Frau noch den Schaffner rufen, weil doppelt gebucht war und es war ein wahnsinns Geschrei. Wir wollten dann doch aufstehen, aber die Frau mit derselben Nr. war dann motzig und wollte unsere Plätze nicht mehr. Dann hielt der Zug und Sanitäter mussten kommen, weil es einer Frau wohl richtig schlecht ging. Sie wurde abgeholt und auf ihren bekotzten Platz hat sich dann aus Wut die Frau mit derselben Nummer gesetzt. Versteht ihr das?? Die war ja wohl voll irre... Dann kamen zwei Engländer eine Sitzreihe vor uns, deren Plätze auch doppelt gebucht waren. Riesen Aufstand. Dann kam der Schaffner und die Rebellin hat ihm natürlich sofort einen getextet. Vor uns war tatsächlich doppelt gebucht, aber unsere Plätze nicht - wir saßen bloß im falschen Zug, weil der Mann in Porto die falsche Zugnummer gebucht hatte! Der Schaffner zeigte uns das aber ganz heimlich und zwinkerte uns zu wir sollen jetzt einfach sitzen bleiben und still sein, sonst wär noch mehr Theater. Zumindest einer der normal ist!

Aus dem Zug:

Dann kamen wir endlich in Faro an. Unsere Freunde haben uns vom Bahnhof abgeholt, wir sind kurz einkaufen gegangen (für's Frühstück am nächsten Tag) und dann in ein total schönes kleines Fischerrestaurant am Meer. Es war sehr ursprünglich und hat mich an die alten Bretterbuden in der Türkei erinnert! Aber immerhin - alles zwar sehr einfach, aber frisch zubereitet und auch frischer Fisch! (Zwar nichts für mich, aber trotzdem...) Das war etwas östlich von Olhão. Zum Frühstück gibt es in Portugal immer Tomaten-Marmelade. Das klingt komisch, schmeckt aber super! Es schmeckt sowohl süß auf einem Croissant zum Frühstück als auch würzig wie Bruscetta. 

Wir haben in einem Apartment  mit Balkon gewohnt. Es war sehr groß (sehr hohe Decken und sehr offen - kaum Türen) und komplett weiß - Es erinnerte ziemlich an eins dieser typisch griechischen blau-weißen Häuser am Meer.

Wir hatten natürlich direkt auch eine Katze. Eigentlich waren alle Straßenkatzen sehr gepflegt, außer natürlich unsere. Sie war total zerzaust, sehr dünn und hatte nur ein Auge und 1 3/4 Ohren. Deshalb haben wir sie "blinde Katze" getauft. Kennengelernt haben wir sie am ersten Tag, als sie auf unserer Terasse saß, einen Vogel im Olivenbaum vor der Terasse gesehen hat, alle Viere ausgestreckt mit einem Satz in den Baum gesprungen ist und dann dort hing und nicht mehr herunter kam... Zuvor war sie sehr scheu, aber am Ende saß sie ununterbrochen vor unserer Tür, hat gemauzt und sogar bei mir im Bett geschlafen. Die Nacht über haben wir sie aber immer schweren Herzens herausgejagt, damit sie sich nicht zu sehr an uns gewöhnt. Wir haben ihr zwar ab und zu was zu essen gegeben, aber hauptsächlich kam sie eigentlich immer zum Schmusen. 2 Tage vor unserer Abreise kam dann die nächste Katze an, die bei uns schlafen wollte...

Hier hat meine Mutter Blinder Katze am Anfang ihren leeren Joghurtbecher zum Auslecken hingestellt:
 

Unsere 2. Katze:

Man beachte bitte beide Seiten des Bildes:

Hier das war der Katzen-Platz. Es lagen immer min. 10 Katzen dort. Wie viele zählt ihr?

Wie sich nachher herausstellte, war es eine sehr sehr dumme Idee von mir meine Kamera auszupacken um das obrige Foto zu schießen. Denn meine Kamera war in eine Plastiktüte gepackt, damit sie nicht nass wird. Als ich sie herausgeholt habe, haben sich die Katzen förmlich auf mich gestürzt!
Erst wusste ich gar nicht was los war, bis ich gecheckt habe, dass das Rascheln sie angelockt hat! Tja, soll mal einer sagen die Touris würden sie nicht füttern...
Im Davonlaufen habe ich noch dieses Foto von der mich verfolgenden Katzenmeute geschossen - es wurden immer mehr!
Gott sei Dank kam dann ein Hund vorbei, der sie verscheucht hat... Puh...


Von unserem Balkon aus hat man auf das Naturschutzgebiet Rio Formosa geblickt, welches bei Flut überflutet wird und dahinter auf den Atlantik. Morgens früh hat die Sonne auf unseren Balkon geschienen und es war sehr warm und idyllisch. Wir haben jeden Tag dort gefrühstückt.

Atlantik und Naturschutzgebiet Rio Formosa:

Unser Häuschen am Morgen:

Außerdem hatten wir  ja auch noch die Terasse, auf die die Sonne am Mittag geschienen hat und dort war es waaaaaahnsinnig warm!!!

Zu Beginn war das Wetter so wie in Porto - knapp 20°C und immer kurz ein bisschen Regen, dann wieder Sonnenschein. Aber immer wenn es geregnet hat sind wir mit unseren Freunden herumgefahren und sie haben uns alles gezeigt! Echt super praktisch!

Hier sind wir zu Freunden unserer Freunde ins Monchique-Gebirge gefahren. Das waren zwei englische Alt-Hippie-Aussteiger. Sie wohnen super abgeschieden und sind echt gut drauf und lustig. ;)

In der Nähe von Macheira:

Das Haus und (riesen) Grundstück der Freunde unserer Freunde in der Nähe von Cerca da Renda:
 

Eukalyptus-Wälder:

Kork-Anbau - 90% des weltweiten Korks stammen aus Portugal. Dabei ist Portugal doch so klein! Auf den Bäumen steht immer die Zahl vor wievielen Jahren sie zuletzt geschält wurden. Alle 9 Jahre werden sie entrindet. Dieser Baum ist also in 2 Jahren wieder fällig. Links im Bild liegt die Rinde zum trocknen.

Auf dem Rückweg haben wir einen Stopp in Silves eingelegt.

Arabische Einflüsse:

Zuvor hatte es geregnet, deshalb hat sich die Erde im Fluss aufgewühlt:

Diese offenen Grills draußen (hauptsächlich um frischen Fisch zu grillen) habe ich für meinen Vater fotografiert um ihn neidisch zu machen:

Einen Tag sind wir mit unseren Freunden nach Loulé gefahren, weil sie sich dort ein Haus gekauft haben.



Die Markthalle:

Diesen Hund hab ich in einer Seitenstraße getroffen und gestreichelt. Er hat sich auf meinen Fuß gesetzt und an mich geschmiegt und ist nicht mehr aufgestanden... Aber danach war auf meiner gesamten Hand wie so ein schwarzer Teer...

Ihr neues Haus und Grundstück:


Ein Mini-Gecko:

Ein Mandelbaum im Garten. Wir haben ein paar geerntet, geknackt und gegessen:)

Auf dem Rückweg:

Zweimal waren wir auch in Tavira. Eine wunderschöne Stadt!

Man sieht schon wie heruntergekommen die Fassaden sind. Es ist Armut neben Schönheit.

Ein Park in einer alten Mauer:

Der Blick über die Stadt:
 
Das ist nur eine Hausfassade. Hinter der Wand wächst ein riesiger Feigenbaum.

Ein Hai :o

Kreativ:

Beim Friseur. Ich musste einfach fragen, ob ichs fotografieren darf...

Ein weiteres Mal sind wir hinter Tavira mit dem Rad einen Rundweg gefahren.

Orangen-Ernte :)

An einem anderen Tag haben wir einen Ausflug zu einer alten Mühle bei Pego do Inferno gemacht.


Hier wurde damals gewaschen:

Ganz meine Meinung^^
 
Affenbrotbäume:

Wilde Orchideen:

Hier hat unsere Freundin mir einen Blumenkranz gebastelt und ich demonstriere, dass man diese Blumen essen kann...:

Nach einem Waldbrand letztes Jahr, kommt die Natur zurück:
 
Nächster Halt - eine Klamm:

Daraufhin haben uns unsere Freunde noch einen Wasserfall in der Nähe gezeigt.

Die Blumen in unserem Salat konnte man essen. Einfach schön, wenn man eine Freundin hat, die Botanikerin ist.

Dann mussten sie leider abreisen. Am Morgen ihrer Abreise, so zwischen 6 und 7 Uhr, habe ich, als wir sie verabschiedet haben, noch diese Fotos geschossen.

Der Sonnenaufgang am Meer. Es war beeindruckend und die Fotos lassen mich fast philosophisch werden. Doch ich schwöre diese Fotos sind nicht bearbeitet (Ich kann das gar nicht.) und in echt war es sogar noch schöner.

Die letzten 5 Tage wurde es dann viel wärmer! 24-28°C.

Der Strand - leider immer sehr windig und das Meer sehr wild

Das Strandcafé:

Einmal sind wir den ganzen Tag Rad gefahren und ich war noch so käseweiß von Deutschland und hatte danach echt Sonnenbrand -.-

Einen Tag bin ich mit meiner Mutter nach Luz de Tavira gewandert.


Und ein anderes Mal sind wir Richtung Olhão gefahren.

Hier haben wir unsere Räder abgestellt und sind im Watt Richtung Meer gegangen. Den Strand konnten wir zwar nicht erreichen, aber dafür vorgelagertes Meer, was auch sehr schön war.

Santa Luzia:

Diese Männer verkaufen bemalte Steinhäuschen. Sehr süß und die Männer sind sooo lieb!!!!

Unsere Rückreise. Faro:

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